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Vom New Age zum Christentum: Humble is the new selfempowered

Über meinen persönlichen Weg vom New Age zum Christentum, habe ich bereits einen Blogartikel geschrieben. Wichtig ist mir aber einen wichtigen Unterschied mit diesem Blogartikel zu unterstreichen. Nämlich die große Rolle, die Hochmut in der Esoterik spielt.

Eine allgemeine Annahme im New Age ist, dass der Geist Materie erschafft. Damit ist aber nicht der Geist Gottes gemeint. Christen glauben, dass er die Welt in sieben Tagen erschaffen hat. Im New Age glaubt man, dass der Geist des jeweiligen Menschen seine Realität erschafft. Obwohl eigentlich sehr offensichtlich ist, dass wir nicht die Kontrolle über die Ereignisse in unserem Leben haben, ist die Idee sehr verführerisch. Wer möchte nicht Herr seines Lebens sein? Ich war begeistert von der Idee. Ich verschlang jedes Buch und jedes YouTube Video, das sich mit dem Thema beschäftigte. Quantenphysiker wie Deepak Chopra stützten in ihren Büchern die Annahme, dass der Geist die Materie beeinflusst. „Wir sind alle Energie und beeiflusst durch Geist.“ Ich fand diese Theorie faszinierend. Das Buch The „Secret“, das auf dieser Annahme basiert, wurde ein Bestseller. „The Secret“ verkauft sich als ein Handbuch zur Manifestation. Es erklärt wie es uns Menschen möglich wird unser Traumleben zu erschaffen. Wir sollen dafür unseren Geist benutzen und ausschließlich unseren Geist. Da der Geist Materie schafft, kann ich mir alles erschaffen auf das ich lange genug meine Aufmerksamkeit richte. Energie folgt der Aufmerksamkeit. So die Theorie. Beispielsweise leitet „The Secret“ einen dazu an sich vorzustellen, wie man in seinem nagelneuen Traumauto sitzt, etc. Die Macht dahinter, oder das Naturgesetz, worauf „The Secret“ basiert, ist das Gesetz der Anziehung. Du erschaffst und ziehst demnach in dein Leben was du bist. Oder womit dein Geist voll ist. Ich habe mich oft gefragt, warum so viele Menschen diese Theorie glauben (wollen). Klar will jeder sein Traumleben erschaffen. Heute glaube ich den wahren Grund zu kennen. Er liegt viel tiefer, als nur die Erfüllung banaler Wünsche. Wir Menschen wissen, dass wir unseren Lebensumständen hilflos ausgeliefert sein können. Das ist eine Wahrheit, die uns bewusst, oder unbewusst zu schaffen macht. Jeder Mensch geht damit unterschiedlich um. Ich habe mich in die Illusion der Kontrolle über das eigene Leben geflüchtet. Anfangs gelangen mir tatsächlich einige unglaublichen Erfolge. Auf Dauer musste ich aber feststellen, dass sich meine Lebensumstände nicht meinem Willen unterstellen wollten. Also suchte ich den Fehler bei mir.

Disziplin und Gedankenkraft

New Age kann sich sehr oberflächlich nur mit der Erfüllung materieller Wünsche beschäftigen, aber egal um welches Thema es gehen mag, basiert es auf der Annahme, dass das Geheimnis, oder die Geheimnisse des Lebens in alten Mysterienlehren gefunden werden können. Menschen, die sich den Lehren des New Age verschreiben, können dies auch ganz uneigennützig tun. Sie wollen erleuchtet werden, oder sich mit göttlicher Energie verbinden, sich spirituell weiterentwickeln. Das ist die andere Seite des New Age. Die spirituellen Sucher. Ziel ist die Tür zur absoluter Freiheit von Leid und menschlichen Bürden, oder zur absoluten Erleuchtung. Diese zu durchschreiten gelingt nur, wenn man sich der jeweiligen Disziplin, oder den gedanklichen Übungen komplett verschreibt. Beispiele dafür sind: Mantren singen, Visualisierung, positives Denken, Meditation, Yoga, uvm. Die Befreiung ist aber nur denen beschert, die sich komplett hingeben. Das bedeutet, dass sie ihr „Ego“ verleugnen und mit guten Voraussetzungen antreten. Eine gute Voraussetzung wäre zum Beispiel, dass die Person schon viele Leben gelebt hat, oder in einem früheren Leben schon ein Meister war. Wiedergeburt und Karma spielen außerdem eine große Rolle. Beides wird meist völlig aus dem hinduistischen Kontext gerissen. Karma gilt als Synonym für: „Man erntet was man sät.“ Dass Karma mit der Idee des hinduistischen Kastensystems verbunden ist, wird ausgeblendet. Das Kastensystem ist eine hierarchische Struktur und ein Glaubenssystem. Demnach werden Menschen in eine bestimmte Kaste geboren und genießen je nach Kaste viele bis gar keine Privilegien. Diese Kaste wäre dann die Kaste der Unberührbaren. Weil diese Menschen schlechtes Karma in früheren Leben auf sich gezogen haben, haben sie diesen Status quasi verdient. So der Glaube. Stellt man sich nun vor, man hätte nun nur ein Leben wie es in der Bibel steht und würde nicht wiedergeboren werden, wäre das eine grausame Vorstellung. Das Glaubenssystem würde Menschen davon abhalten Unberührbaren empathisch gegenüber zu handeln. Sie sind ja angeblich selbst Schuld. Menschen würde von Geburt an ein Schicksal übergestülpt, für das sie nichts können.

Die (ewige) Suche nach der Wahrheit

Sollte einem der Frieden nach viel Anstrengung und Mühe dann noch immer nicht widerfahren, dann liegt es an einem selbst. Man bleibt auf der Suche. Und so sehe ich mich, wenn ich auf die 24 Jahre in der Esoterik zurückschaue. Ich habe mich in einem kontinuierlichem Hamsterrad befunden. Ich suchte und suchte. Hinter irgendeinem Stein müsse doch die Antwort sein. Irgendwer müsse doch die Antwort haben, oder das Puzzlestück das mir fehlt. Das Puzzlestück, das fehlte war Jesus. Wenn ich nur einmal als katholisch erzogenes Kind die Bibel aufgeschlagen hätte, hätte ich es erkannt.

Der Unterschied zwischen Esoterik und dem Christentum

Der große Unterschied zwischen Esoterik und dem Christentum fiel mir nicht ins Auge. In der Esoterik überwindet man aus eigener Kraft. Kein Gott schenkt dir Freiheit aus reiner Gnade wie im Christentum. Man selbst ist der Dreh- und Angelpunkt. Und da ist der Haken. Viele Religionen bauen die Erlösung, oder Errettung auf Werken der Gläubigen auf. Je mehr du tust und je besser du wirst, oder je mehr du weißt, desto näher darfst du Gott, oder dem „Universum“ kommen. Nicht so im Christentum. Gott hat einen Weg mithilfe Jesus gebahnt, damit wir alle zu ihm kommen können. Trotz unserer Unzulänglichkeiten. Gott sehnt sich auch nach Beziehung. Nicht nur wir.

Hochmut versus Demut

In der Esoterik entsteht alles aus dem Ich und es geht hauptsächlich um einen selbst. Ich, die Weltverbesserin. Ich, die Wünsche und Bedürfnisse hat. Ich, die eine bestimmte Disziplin einhalten muss, um erleuchtet zu werden. Ich, ich, ich.

Eine weitere Irrlehre ist, dass Dualität, angeblich nur hier auf der Erde existiert. Hier gibt es zwei unterschiedliche Pole, wie Mann und Frau, schwarz und weiß, Tag und Nacht. Wenn man nun spirituell wächst, überwindet man diese Dualität und würde begreifen, dass diese Pole gar nicht existieren. Auch gut und böse gibt es in Wirklichkeit nicht. Alles transzendiert, wenn man das „Ego“ überwunden hat. Deswegen muss ich auch nicht über mein falsches Verhalten nachdenken. Jede Erfahrung ist wertvoll.

Tatsächlich gibt es für mich aus heutiger Sicht nichts Hochmütigeres als sich Dinge zuzuschreiben, die nur Gott möglich sind. Ein klassischer Ratschlag, den ich von spirituellen Menschen bekommen habe und auch selbst erteilt habe, war: „Du musst dich selbst mehr lieben.“ Der Grund warum wir uns teilweise nicht lieben und annehmen können, ist Sünde und tiefe Verletzungen. Diese Probleme können wir nicht selbst lösen. Vielleicht können wir von der ein oder anderen Last frei werden. Aber komplette Freiheit hat nur Jesus. Jesus heilt und vergibt. Ein anderer Ratschlag war: „Du musst dir selbst und anderen verzeihen.“ Dieser Ratschlag blieb, bis ich Jesus kennenlernte, ein rein geistiges Konzept in meinem Kopf. Ich vergab anderen geistig, aber tief vergeben konnte ich nur durch Gottes Gnade. Und dieses Prinzip der Gnade möchte ich hier besonders herausstellen.

Das Prinzip der Gnade

Wir werden aus Gnade geboren. Aus Gnade wurde Jesus gesandt, um uns unsere Schuld zu vergeben (nicht wir vergeben uns selbst). Versteh mich nicht falsch, wir sollen uns auch selbst vergeben, aber in erster Linie muss uns Gott vergeben. Und das kann ich weder durch Werke erkaufen, noch dadurch, dass ich besonders bin. Erlösung ist eine Aufgabe, die für unsere Schultern zu schwer ist. Materie zu schaffen ist das Business von Gott. Und es gibt nur ein Wesen in der Bibel, das sich anmaßte wie Gott zu sein…

„Ich bin gut so wie ich bin“

Leider spielt die Esoterik stolzen Menschen enorm in die Karten. Ich nehme mich dabei nicht aus. So nach dem Motto: „Gut und schlecht gibt es nicht.“ „Alle Erfahrungen sind richtig und wichtig.“ Dann kann man auch keine Fehler machen. Et voila! Die Maske des fehlerlosen, fabelhaften Menschen bleibt aufrechterhalten. Wenn man eine Mysterienlehre erlernt, oder erkannt hat, gehört man quasi zu den Auserwählten. Uns wurde dieses Wissen zuteil. Andere sind unwissend. Nun kann man diese Lehren weitergeben, aber die, denen die Lehre neu ist, stehen halt „nur am Anfang“. Ganz im Gegenteil zur Errettung. Die erhält man unabhängig davon wieviel man „gut“, oder „richtig“ gemacht hat. Es ist ein Geschenk von Gott für alle Menschen. Alle Geretteten sind auf dem gleichen Level. Sie sind nicht halb frei, viertel frei, sondern wirklich frei. Eine weitere Erfahrung ist, dass vermeintlich spirituelle Menschen sich immer mehr von anderen „nicht spirituellen“ Menschen abkapseln. Sie fühlen sich von normalen Menschen unverstanden. So viel zu meinen Beobachtungen und Erfahrungen.

Ich hoffe ich werde nicht falsch verstanden. Mit der Zeit fielen mir all diese Dinge wieder ein und ich wünsche diese neue Freiheit wirklich jedem Menschen! Vor allem wünsche ich sie Menschen, die auf der Suche nach der Wahrheit sind. Ich hoffe sehr, dass diese kurze Zusammenfassung wachrüttelt. Ein beeindruckendes Zeugnis stammt von Doreen Virtue, einer der erfolgreichsten New Age Autorinnen aller Zeiten. Sie fand vor einigen Jahren zu Jesus. Sie lehrt auf ihrem YouTube Kanal über die Falle „New Age“. Wenn du der englischen Sprache mächtig bist, kannst du dir gerne das Zeugnis ansehen. Ich habe es unter dem Blogpost gepostet. Schließen möchte ich mit einem Zitat von Jesus. Er sagt in Johannes 14,6 über sich selbst: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater, außer durch mich.“

Seid gesegnet!

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