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Das Coimbra Protokoll: Hoffnung für alle Autoimmunerkrankten?

Wie ich dir bereits erzählt habe, habe ich meinen Vitamin D Spiegel erstmals im Jahr 2016 testen lassen und das Ergebnis war mehr als enttäuschend. Ich glaubte damals, dass es ausreichen würde im Sommer viel Zeit in der Sonne zu sein. Das mag für viele Menschen auch genauso stimmen. Warum hatte es dann bei mir nicht ausgereicht? Ich habe damals ein erweitertes Blutbild machen lassen, weil mein Gesundheitszustand sich immer weiter verschlechterte. Die Autoimmunerkrankungen Rosazea, und Urtikaria (Nesselsucht) waren fast zeitgleich ausgebrochen. Außerdem hatte ich mit PCO zu kämpfen und fast wöchentlich kamen neue Beschwerden hinzu.

Die Entstehung von Autoimmunerkrankungen nach der Theorie von Dr. Coimbra

Dr. Coimbra begann mit Studien zu hohen Gaben von Vitamin D an Parkinson Patienten. Manche Patient*innen hatten außerdem Vitiligo und Psoriasis (Autoimmunerkrankungen der Haut). Zum Erstaunen von Dr. Coimbra begannen die Hautläsionen unter der Therapie abzuheilen. Dr. Coimbra widmete sich daraufhin der Forschung zur Wirkung von Vitamin D. Er kam zu dem Schluss, dass bestimmte genetische Dispositionen bei Autoimmunerkrankten dazu führen, dass sie Vitamin D von der inaktiven Form nicht in die verwertbare aktive Form umwandeln können. Dadurch entwickeln sie auf Dauer einen katastrophalen Mangel. Auch wenn sie viel Zeit in der Sonne verbringen! Leidtragende sind vor allem immunologischen Zellen, die mit Vitamin D Rezeptoren ausgestattet sind und unterversorgt sind. Sie greifen dann orientierungslos das eigene Gewebe an. Fazit: Auch wenn im Blut genügend Vitamin D nachzuweisen ist, können Menschen mit einer Verwertungsstörung keine ausreichende Menge des aktiven Vitamin D herstellen. Das Immunsystem wird dadurch nicht ausreichend reguliert und es kommt zu Autoimmunerkrankungen.

Dr. Coimbra entwickelte daraufhin das „Coimbraprotokoll“. Es besteht aus der Gabe von ultra hochdosiertem Vitamin D. Das soll sicherstellen, dass genügend Vitamin D der aktiven Form im Organismus der Patienten vorhanden ist. Weil bei solch hohen Dosen das Risiko für eine Hypercalcämie extrem hoch ist, solltest du das Protokoll nicht eigenmächtig starten. Es könnte tödlich enden! Außerdem würdest du eine Abnahme deiner Knochendichte und ein Nierenversagen riskieren. Es gibt von Dr. Coimbra speziell ausgebildete Protokollärzte in ganz Deutschland.

Dr. Coimbra leitet außerdem eine Privatklinik und hat über 5.000 Patienten mit Autoimmunerkrankungen behandelt. In über 90% aller Fälle wurde eine dauerhafte Remission und eine Rückbildung jüngerer Symptome beobachtet!

Auf keinen Fall auf eigene Faust probieren!

Die DGE empfiehlt für einen gesunden Menschen eine maximale Tageszufuhr von 800 i. E. (internationale Einheiten) Vitamin D. Ich nehme eine Tagesdosis von 30000 Einheiten und fühle mich pudelwohl! Für einen gesunden Menschen wäre diese Dosis höchst toxisch und es bestünde die Gefahr einer Hypercalcämie, an der man im schlimmsten Fall sterben kann. Um meine Knochendichte unter dem Protokoll zu erhalten, muss ich mich viel bewegen. Die Nieren schütze ich durch eine Trinkmenge von mindestens 2,5 Liter pro Tag. Eine calciumarme Diät ist essentiell, wegen der Gefahr einer Hypercalcämie. Gerade als Veganerin ist das nicht gerade einfach. Die meisten veganen Grundnahrungsmittel sind leider extrem calciumreich.

Ablauf der Therapie

Hier findest du eine Liste der Protokollärzte. Bevor ich bei meinen ersten Termin bei Dr. Demuth in München war, sollte ich einige Tests machen. Er stellte mir frei, ob ich das Blutbild in der Praxis, oder außerhalb machen wollte. Außerdem standen noch Urinuntersuchungen und eine Knochendichtemessung an. Ich wurde wirklich sehr ausführlich und umfassend von Christina Kiening und Dr. Demuth beraten. Zusätzlich bekam ich eine Liste mit Nahrungsergänzungsmitteln, die das Protokoll dabei unterstützen, optimal zu wirken. Viele dieser Nahrungsergänzungsmittel sind entzündungshemmend und sehr hilfreich. Die größte Aufgabe bei Beginn des Protokolls besteht darin, die optimale Vitamin D Dosis herauszufinden. Dafür werden am Anfang ein paar Tests benötigt. Diese wiederholen sich in gewissen Zeitabständen, bis die passende Dosis gefunden ist. Danach sieht man seinen Protokollarzt nur noch einmal im Jahr. Eine tolle Communtiy ist die Facebookgruppe von Christina Kiening mit vielen Erfahrungsberichten und hilfreichen Dokumenten.

Die Krankenkassen übernehmen leider bisher noch nicht die Kosten. Aber für mich hat es sich wirklich gelohnt! Ich wünsche dir viel Kraft und Erfolg!

Weitere Informationen findest du hier:

 http://www.vitamind.net/interviews/coimbra-ms-autoimmun/

https://www.facebook.com/groups/Coimbraprotokoll/

https://www.instagram.com/coimbraprotocol_vitamind/

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