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Sich Ängsten stellen und frei sein

Hast du dich schon einmal gefragt wie viele deiner Entscheidungen, Gedanken und Handlungen auf Angst basieren? Ich habe das letztens getan. Und es waren, um ehrlich zu sein eine ganze Menge. Mit Angst meine ich nicht extreme Furcht, die vielleicht sogar zusammen mit körperlichen Symptomen auftritt. Ich meine Ängste, die für uns zum Alltag gehören wie die Angst zu versagen, lächerlich gemacht zu werden, nicht angenommen zu sein, sich zu irren, einen Fehler zu machen, etc. Wie oft entscheidest du und handelst du nach diesen Kriterien? Wieviel Stress verursachst du mit Gedanken dieser Art? Es können auch Gedankenmuster sein, die sich so verfestigt haben, dass du sie gar nicht bewusst wahrnimmst. Kontrollieren dich manche Ängst mehr als andere? Und wenn ja, warum?

Ängste sind natürlich nicht nur negativ. Sie können einen enorm anspornen. Ich glaube nur, wenn sie Überhand nehmen, wenn Gedanken, die auf Angst basieren zum Alltag werden, sollte man sich ihnen stellen. Woher stammen sie? Aus der Kindheit? Oder sind sie ziemlich „neu“? Was würde passieren, wenn sich das Horrorszenario erfüllt?  Stelle dir die Situation vor.  Ängste haben nur so lange Macht, so lange man vor ihnen davonläuft. Wäre die Erfüllung des Albtraums wirklich so schlimm? Wenn du beispielsweise Angst hast „Nein“ zu sagen, wäre es wirklich so schlimm, wenn du es tätest, oder wenn die eine Person, die das nicht duldet aus deinem Leben verschwindet? Oder wäre es sogar heilsam und der nächste richtige Schritt hin zu einem authentischerem Ich und einem authentischerem Leben?

Ich würde die sogenannten „negativen Emotionen“ nicht immer als solche bewerten. Sie sind Wegweiser, die dir zu Wachstum verhelfen. Sie zeigen dir in welchen Bereichen du noch wachsen darfst und wo du noch unfrei bist. Deswegen rate ich dir die bewussten Emotionen mal genauer zu betrachten und auch die verdrängten Emotionen aufsteigen zu lassen, anzusehen und zu wertschätzen. Drücke sie nicht weg! Stell dich ihnen und verstehe, dass sie aus einem Grund da sind.

Und wenn es sich um irrationale Ängste handelt, wie der Angst  verlassen zu werden, dann begegne ihr mit Liebe und Wohlwollen, beziehungsweise dem ängstlichem Teil in dir. Wenn du Angst mit Liebe begegnest, löst sie sich auf. Es ist in Ordnung Angst zu haben. Nimm sie an und lasse sie dadurch frei!

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4 Comments

  • Reply
    Lisa
    Mai 19, 2018 at 7:01 am

    Hallo Sonja!
    Ein schöner Artikel! Ängste können einem sicherlich viel mitteilen, aber es ist so, wie du schreibst: Man darf sich nicht von ihnen leiten lassen. Denn in den meisten Situationen ist Angst ein schlechter Ratgeber und bremst einen aus.
    Und nun gehe ich mich mal noch etwas auf deinem Blog umsehen 🙂
    Liebe Grüße! Lisa

  • Reply
    Sonja Wondra
    Mai 19, 2018 at 10:49 am

    So ist es liebe Lisa! Danke für deinen Kommentar und viel Spaß beim Umsehen. 🙂

  • Reply
    L♥ebe was ist
    Mai 19, 2018 at 12:41 pm

    ein wirklich toller Beitrag meine Liebe!
    ich kann mir auch vorstellen, dass Angst in gewisserweise ein Lehrer sein kann, denn sie entsteht ja nicht ohne Grund, wenn man von bestimmten Ur-Ängsten, die einfach schon philogenetisch in unsererm Gehirn verankert sind, absieht 😉

    aber es stimmt eben auch ganz entscheidend, dass man sich davon nicht bestimmen lassen darf! sie ist ein Zeichen, aber sollte kein Omen sein 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina http://www.liebewasist.com

  • Reply
    Steffi
    Mai 19, 2018 at 1:06 pm

    Hey,

    ein wirklich sehr ansprechender Artikel der sehr zum Nachdenken anregt. Ich glaube auch, dass viele Entscheidungen durch Ängst beeinflusst werden, aber umso wichtiger, dass sie nicht unser Leben bestimmen!

    Lg
    Steffi

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