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Wie ernährt man sich holistisch gesund? Ein Interview mit Daniela Kögler

Vor Kurzem habe ich erfahren, dass Daniela Kögler, eine sehr liebe und vielseitig begabte Bekannte von mir, holistische Ernährungsberatung studiert. Sie hat auch einen sehr inspirierenden Blog, einen Instagram Account und YouTube Channel. Ich lasse mich immer mal wieder von Daniela’s zucker-, oder glutenfreien Rezepten auf ihrem Insta Account inspirieren. Aber was bedeutet eigentlich holistisch? Während im Bereich der Schulmedizin Fachbereiche oft abgegrenzt voneinander verstanden werden, betrachten viele Naturheilweisen und Ernährungslehren den Menschen als eine Einheit. Holistisch bedeutet also, dass der Mensch ganzheitlich gesehen und beraten wird. Das Thema fand ich so spannend, dass ich Daniela mit ein paar Fragen löchern musste. Viel Spaß beim Lesen!

Du hattest im Laufe deines jungen Lebens schon viele spannende Jobs. Was hat dich dazu bewegt holistische Ernährungsberatung zu studieren? Und warum ist es wichtig holistisch zu denken und zu arbeiten?
Holistisch bedeutet „ganzheitlich“. Und diese Denkweise wird oft vernachlässigt. Das sind Körper und Geist. Und wie heißt es so schön: „Schönheit kommt von innen.“ Wenn wir uns von innen heraus gesund halten, verlieren wir automatisch Fett, bekommen eine bessere Haut, weniger Falten usw. Aber mir ist wichtig, dass die Gesundheit an erster Stelle steht. Wir schaden unserem Körper so sehr wenn wir ihn beispielsweise mit Diäten quälen. Nur weil wir nicht sehen, was unter der Haut steckt. Wir sollten uns bewusst machen, wie komplex unser Körper ist und was er uns alles „verzeiht“. Aber irgendwann kann er es nicht mehr kompensieren. Und es gilt, die Anzeichen zu erkennen. Das können Unverträglichkeiten sein, Hautkrankheiten oder Krankheiten allgemein. In meiner bisherigen Laufbahn habe ich schon immer versucht „das Ganze“ zu sehen. Egal ob ich Workflows aufgebaut, oder Konzepte geschrieben habe. Aber das alles hat mich nie richtig „erfüllt“. Für Ernährung und Gesundheit hingegen interessiere ich mich schon sehr lange. In jungen Jahren ging es darum, schlank zu sein und gut auszusehen. Möglichst wenige Kalorien zu sich zu nehmen. Irgendwann habe ich festgestellt, dass aber auch meine Gesundheit und mein Wohlbefinden viel mit dem Essen zu tun haben und mein Körper Nährstoffe braucht um gesund zu sein und richtig funktionieren zu können. Je älter man wird, umso mehr machen sich „Fehler“ in der Ernährung bemerkbar. Und jeder Körper ist ein wenig anders. Wir können es nicht standardisieren. Es ist individuell. Ein Anzug oder eine Bluse passen auch besser, wenn wir es uns auf den Leib schneidern lassen. Eigentlich logisch.
Ich möchte nicht nur helfen Gewicht zu verlieren, sondern den Körper auch gesünder zu machen. Man muss „das Ganze“ sehen. Körper und Geist. Psychische und physische Gesundheit hängen einfach immer auch zusammen. Das sieht man an unseren gängigen Sprichwörtern. Wenn wir nach etwas „hungern“. Oder wir Probleme in uns „hineinfressen“.

Hast du ein Beispiel für den gesundheitlichen Faktor?

Oftmals wird versucht, Krankheiten mit Medikamenten zu unterdrücken. Bei Bluthochdruck z.B. werden mit Betablockern zwar die Symptome gebessert, aber nicht die Ursache bekämpft. Und diese Ursache hängt mit der Ernährung zusammen. Die Arterien verstopfen nicht einfach so. Oder auch Gallensteine haben ihren Ursprung in der Ernährung. Auch wenn die Gallenblase operativ entfernt wird, behebt das nicht die Ursache. Die Beschwerden sind danach meist noch immer vorhanden. Diese Erkenntnis hat mich letztendlich dazu bewegt, weil ich weiß, dass man vielen Menschen damit helfen kann. Nur die meisten haben einfach nicht die Zeit, sich so intensiv mit dem Thema zu beschäftigen, wie ich das tue. Bzw. hilft uns da die Schulmedizin nicht an dem Auslöser zu arbeiten.

Wie genau hängt die Ernährung mit der Psyche zusammen?

Im Darm sitzen gute und schlechte Bakterien und wenn „die Schlechten“ zu viel werden, kann das sogar Depressionen hervorrufen. Der Darm und das Gehirn kommunizieren miteinander und beeinflussen sich gegenseitig. Nur wissen es die meisten von uns schlichtweg nicht. Wenn wir uns schlecht fühlen greifen wir zur Schokolade. Der Zucker füttert die schlechten Darmbakterien und somit fühlen wir uns am Ende noch schlechter. Ein Teufelskreis, dessen wir uns oft gar nicht bewusst sind. Bei Selbstmordfällen wurden die Darmbakterien untersucht und man hat viele „Schlechte“ gefunden. Es gibt sogar Psychologen, die ihre Patienten heilfasten lassen. Danach fühlen sie sich oftmals schon viel besser. Natürlich behebt das keine wirklichen psychischen Probleme. Aber unsere heutige Herausforderung ist oftmals, dass wir gar nicht wissen, was uns eigentlich fehlt. Ich habe festgestellt, dass destruktives Ess- bzw. Konsumverhalten immer stärker auf dem Vormarsch ist. Binge-Eating beispielsweise gab es früher gar nicht. Wir stopfen uns voll, essen ohne Hunger zu haben. Wir versuchen eine Leere in uns mit Essen zu füllen. Das ist nicht normal, aber es ist normal geworden. Es wird aber nicht funktionieren. Außerdem macht es uns nur dick und unseren Körper krank. Wenn wir die Ursache für dieses Problem nicht angehen, werden wir auch unser Essverhalten nicht ändern können. Das ist ganz wichtig für meine Arbeit. Wir verbinden schon von Kindesbeinen an Essen mit Emotionen. Es spendet uns Trost oder dient als Belohnung. Das ist auch in Ordnung. Nur lässt sich eine emotionale Leere nicht dauerhaft mit Essen füllen. Da müssen wir lernen zu differenzieren.

Wie genau wird das für deine Arbeit aussehen?

Zum einen möchte ich Ernährungstipps geben, die auf die Person zugeschnitten sind. Wenn notwendig aber auch destruktive Essmuster, Suchtverhalten, Ängste und Stress nicht außer Acht lassen. Diese kann man mit Hypnose sehr gut angehen. Das werde ich in meinen Sitzungen kombinieren.

Du sprichst auf deiner Website über „Die richtige Nahrung für Körper & Geist. Was ist deiner Meinung nach das größte „Ernährungsproblem“ heutzutage?

Heutzutage konsumieren wir nicht nur falsch, sondern oftmals einfach zu viel von allem.
Das ist extrem schlecht für unsere Organe und vor allem die Leber. Auch Medikamente. Sie schädigen unsere Organe. Industriezucker ist eigentlich auch Gift. Natürlich auch tierische Produkte. Wir nehmen nicht nur Krankheiten und Medikamente auf, die darin stecken. Sondern auch die Stresshormone, die das Tier in sich trägt. Davon abgesehen sind z.B. Schweine sehr intelligent und feinfühlig. Und wieso haben wir Hunde als Haustiere, aber Schweine essen wir? Wir müssen in vielen Bereichen unsere bisherige Denkweise überdenken und in Frage stellen.

Eure Nahrung soll euer Heilmittel sein“ sagte schon Sokrates. Kann man sich deiner Meinung nach nur mit einer Ernährungsumstellung alleine heilen

Mit der richtigen Nahrung könnte man viele Krankheiten vermeiden. Sogar auf genetisch bedingte Krankheiten können wir positiv einwirken. Ich finde es schwierig zu sagen, dass man mit Essen alles heilen kann. Man darf nicht vergessen, dass Umweltgifte, Handystrahlen usw. auch dazu beitragen, dass unsere Zellen geschädigt werden und wir krank werden. Fakt ist, dass in gesunden Zellen keine Krankheiten entstehen können. Sind Zellen durch Umwelteinflüsse oder einem schlechten Lebensstil geschädigt und der Körper übersäuert, entstehen Krankheiten. Mit z.B. Antioxidantien können diese Zellen wieder heilen. Die stecken in der Nahrung. Also stellt die Ernährung mit Sicherheit einen großen Faktor für die Genesung dar.

Du hast ja auch mit einem YouTube Kanal begonnen. Worum geht es da?

Ich möchte gerne ein paar informative Sachen ansprechen, die viele vielleicht nicht wussten. Auf der einen Seite wie Krankheiten eigentlich entstehen. Warum unsere Leber überlastet ist usw… Aber auch Themen wie Selbstliebe sind dabei. Wir wollen zu viel äußerlich an uns ändern. Und das ist ein großes Problem. Wir müssen lernen in uns hinein zu hören und sehen, dass wir uns gesund und zufrieden halten. Erst wenn wir uns beide Aspekte bewusst machen, verstehen wir, warum die richtige Nahrung für Körper & Geist so wichtig ist. Spaß ist auch wichtig. Wir sollten mehr Dinge tun die uns Freude bereiten. 🙂

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